Russischer Salat mit Reis und Surimi

Reis? Surimi? Das hört sich doch asiatisch an. Ist es aber nicht! Ist ein moderner russischer Reissalat mit einem Kultstatus – ähnlich dem von Olivier. Am Letzteren hat man sich aber schon so sattgegessen, dass ihn niemand mehr zubereitet und es gar zum schlechten Ton gehört, ihn vorzusetzen. Ja, die Russen sind schon etwas verrückt!

Diesen Salat essen wir unheimlich gerne auf der Couch vor dem Fernseher – direkt aus einer Schüssel. Nachdem man alle Vorbereitungen getroffen hat, geht er ratzfatz und macht satt und man braucht sonst nichts mehr dazu – er macht wirklich satt!

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Zutaten

  • 2 Beutel Reis wovon wir allerdings maximal 1,5 nehmen – da sonst zu pappig und zu viel
  • 1 Packung tiefgefrorene Surimis gibt’s in russischen Läden. 1 Packung = 20 Stück
  • 3-4 Eier
  • 1 Dose Mais
  • 1 Paprika
  • optional: eine halbe gurke
  • 1 Zwiebel
  • Mayo + Essig, wem es zu fettig ist, nimmt weniger Mayo, aber umso mehr Naturjoghurt
  • Salz + Pfeffer
  • Optional: Kräuter, Knoblauch

Vorbereitung

  • Die Surimis über Nacht im Kühlschrank auftauen.
  • Den Reis und die Eier vorkochen und abkühlen lassen

 

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paprika

Zubereitung

Den abgekühlten Reis in eine große Schüssel geben. In einem kleinen Schälchen Mayo mit Essig (ggf. Kräutern und Knoblauch abschmecken) vermischen – der Grund dafür ist folgender: die russische Mayonnaise ist säuerlicher und nicht so cremig-fettig wie die deutsche – da man solche Mayo hier leider nicht kriegt, muss man dem ganzen mit einem Schuss Essig entgegenwirken. Den Mais abtropfen lassen, wenn ein bisschen Restsaft in der Schüßel landet, ist das auch nicht so schlimm, weil es noch mehr gegen die Pappigkeit des Salats wirkt. Die kleingewürfelten Zwiebel und Paprika hinzugeben. Die Eier auf grober Reibe reiben – falls ihr keine Reibe habt – einfach feinhacken. Surimis kleinschneiden und ebenso dazu geben. Mischen und ordentlich würzen – fertig!

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Tipps

  • Den Reis sollte man idealerweise am Mittag vorkochen – warm schmeckt dieser Reissalat nicht. Würde man aber den Reis schon am Abend vorkochen, würde er sehr trocken werden – dagegen kann der Saft aus der Maisdose helfen. Einfach ein bisschen über den Reis kippen, vermischen und ihn etwas vollsaugen lassen.
  • Es empiehlt sich ebenfalls nicht, den Salat schon am Abend zu machen, da sich die Zutaten miteinander vollsaugen und es auch nicht gut schmeckt. Falls dies aber nicht vermeidbar ist, dann würzt ihn nicht und mischt auch keine Mayo runter. Sondern erst unmittelbar vorm Servieren.
  • In den russischen Läden gibt’s Surimi leider immer nur gefroren. Die nicht gefrorenen, die man in den Supermärkten kriegen kann – sind verhältnismäßig teuer und sind das zudem Packungen mit weniger Stäbchen drin. Wenn man beispielsweise nur 6 Surimis auf den ganzen Salat nehmen würde, würde das Verhältnis der Zutaten nicht mehr stimmen.
  • Manchmal benutze ich überhaupt keine Mayo für den Salat, sondern nur Naturjoghurt, den ich vorher mit Knoblauch, Zitronensaft, Salz & Pfeffer und Kräutern abschmecke und etwas ziehen lasse. Dann ist der Salat etwas weniger kalorienreich.

Während ich den Salat geschnippelt habe, habe ich ein bisschen in der Küche rumgeknipst. Und das ist dabei rausgekommen:

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minze

knobi

monster

Verliebt in Hattingen, gutes Essen, Lippenstifte und vor allen Dingen in ihren Ehemann!

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